Klartext #1: Hackerangriff und Datensicherheit

2 Monaten ago  •  By  •  0 Comments

Wir reden über das Jahr 2019. Erst wenige Tage jung! Die Bundesregierung wertet den Hackerangriff auf Politiker, Künstler und Journalisten als „schwerwiegenden Angriff“ auf unser Land. Ja, die Daten wurden über einen längeren Zeitraum „gesammelt“ und auf Twitter bereits im Dezember 2018 veröffentlicht. Aber da befand sich Deutschland im allgemeinen Advents-, Weihnachts- und Jahreswechsel-Wahnsinn. Eines wird jetzt schlagartig deutlich, wir alle sind massiv angreifbar.

Und wir sind schockiert! infratest dimap veröffentlichte gestern im Auftrag des WDR ein repräsentatives Umfrageergebnis zum Thema Datensicherheit. Mehr als 60% der Internetnutzer sind in sehr großer oder in großer Sorge, wenn es um den möglichen Missbrauch persönlicher Daten geht. Allerdings sieht das Ergebnis bei der Generation Y („Millennials“) anders aus, mehr als die Hälfte der Befragten (51%) dieser Altersgruppe haben keine oder nur geringe Sorgen!

Also alles nur eine Frage des Alters? Was folgt daraus? Nehmen wir das aktuelle Hacker-Ereignis zum Anlass, uns besser, intensiver und nachhaltiger mit dem Thema Datenschutz zu beschäftigen. Die notwendige Sensibilisierung oder „das selbstverständliche Antennenausfahren“ in allen Belangen der Datensicherheit muss Bestandteil des lebenslangen Lernens werden. Es geht um Eigenverantwortung, Medienkompetenz und kritische Selbsteinschätzung im Umgang mit unseren eigenen digitalen Duftmarken, die wir erzeugen und hinterlassen. Ach so, Logarithmen, künstliche Intelligenzen und gigantische Rechnerleistungen habe ich noch nicht erwähnt. Aber gerade mit diesen Verfahren/Techniken sind die allumfänglichen Daten eines jeden Einzelnen ohne Schutz die perfekten Zutaten für eine durchleuchtete und überwachte Gesellschaft!

Wir befinden uns im Jahr 2019! Gibt es bald den digitalen Totalitarismus, welche apokalyptischen Naherwartungen haben wir zu befürchten? – einfach mal über den aktiven Datenschutz nachdenken!

– Ein Statement von Thomas Lepping –

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